KRISTINA ENNING | ORTHOMOLEKULARE INFUSIONSTHERAPIE REGULATIONSMEDIZIN ORTHOMOLEKULARE
INFUSIONSTHERAPIE
Natürlich gesund

Was ist die Orthomolekulare Infusionstherapie?

Die orthomolekulare Infusionstherapie richtet ihr Augenmerk nicht nur auf die Behandlung von Krankheiten, sondern auch auf die Erhaltung der Gesundheit mit der individuell passenden Dosis der einzelnen Nährstoffe und hat damit auch eine präventive Ausrichtung. 

 

Ziel der Orthomolekularen Infusionstherapie ist der Ausgleich von Mangelzuständen bestimmter Makro- und Mikronährstoffe, wie sie zum Teil aus Laborbefunden aber auch aus den Beschwerdebildern zu erkennen sind.

AUF EINEN BLICK

Anwendungsbereiche:

Stärkung des Immunsystems, Erhöhter Nährstoffbedarf, Erkrankungen des Verdauungssystems, Infektionen, Schlafstörungen, Stress, Erschöpfungszustände, Stoffwechselerkrankungen, Hauterkrankungen

Anwendungsverfahren:

Regulationsmedizin

Behandlungsart:

minimal-invasiv

Behandlungsdauer:

zwischen 30-45 Minuten

Benötigte Sitzungen:

ca. 8 Sitzungen über 4 Wochen, – Je nach Beschwerdebild

Nachbehandlung:

keine

Kosten pro Sitzung:

ab 60€ – je nach Wirkstoffkombination

ERGÄNZENDE BEHANDLUNGEN

Je nach Beschwerdebild kann als Ergänzung die Neuraltherapie, die Darmaufbautherapie, die Stoffwechseltherapie oder die Gesprächstherapie sinnvoll sein.

Gründe für Nährstoffmangel

Der Bedarf täglich benötigter Vitalstoffe bei bestimmten Erkrankungen oder bei Stress und Dauerbelastungen kann so erhöht sein, dass er nicht durch eine gesunde Ernährung abgedeckt wird. Viele chronische Gesundheitsbelastungen, wie z.B.  Schleimhautentzündungen sind mit Störungen der Resorption essenzieller Nährstoffe begleitet, was ebenfalls zu Mikronährstoffmangel führen kann. Darüber hinaus kann die Einnahme bestimmter Medikamente die Aufnahme einiger Vitamine und Nährstoffe reduzieren bzw. verhindern.

 

Auswirkungen von Mangelzuständen

Stehen die benötigten Nährstoffe dem Organismus nicht ausreichend zur Verfügung, so gerät er in eine biochemische Dysbalance. Dies kann verschiedene Auswirkungen für den Körper haben: Insbesondere eine Unterversorgung bestimmter Mineralien und Spurenelemente wie Magnesium, Kalium und Eisen und Vitaminmangel können unspezifische Symptome auslösen, da diese Substanzen essenziell für das Wachstum der Zellen, die Abwehrkräfte und den Stoffwechsel sind. Typische Anzeichen sind Müdigkeit, Energiemangel, depressive Verstimmungen und erhöhte Infektanfälligkeit. Ein direkter Nährstoffmangel wird allerdings erst sehr spät diagnostiziert, da dies sehr allgemeine Symptome sind.

Es gibt zahlreiche Arzneimittel, die in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen werden. Besonders effektiv und gut dosierbar ist allerdings die Zuführung orthomolekularer Substanzen über eine Infusion. Der Vorteil ist, dass die Resorptionsbarriere des Darmtraktes umgangen werden kann und somit viel höhere Blutspiegel erreicht werden können als bei Einnahme über den Verdauungstrakt. Dabei ist jeder Wirkstoff, der als Infusion oder Injektion verabreicht wird, zu 100% bioverfügbar, gelangt sofort in den systemischen Kreislauf und wird nicht zuerst durch die Leber verstoffwechselt. Anders verhält es sich mit oralen Arzneimittelformen wie Tabletten oder Kapseln. Da die Resorption von vielen Faktoren abhängig ist und meist unvollständig verläuft, kann niemals einen Wert von 100% erreicht werden.

 

Einige Beispiele für wichtige Einflussfaktoren:

•    pH-Wert des Magen-Darm-Traktes
•    Beschaffenheit der Schleimhaut
•    gleichzeitige Einnahme von Lebensmitteln und Arzneimitteln
•    Leberstoffwechsel
•    individuelle Enzymausstattung der Entgiftungssysteme

 

Als Basisbestandteile haben sich Infusionen mit Vitaminen, hochdosiertem Vitamin C, Spurenelementen (z.B. Selen, Zink) und Mineralstoffen (z.B. Kalium und Magnesium) in unterschiedlich hohen Dosen bewährt. Auch Komplexhomöopathika sowie Aminosäuren und Neurotransmitter gehören in das Infusionskonzept.

 

Aminosäuren sind wahre „Alleskönner“

Aminosäuren sind organische Verbindungen und unterscheiden sich in Ihrer Zusammensetzung und Funktion sich deutlich von Fetten und Kohlenhydraten. Aminosäuren sind die bevorzugte Quelle für lebenswichtigen Stickstoff. Alle Proteinstrukturen unseres Organismus werden aus Aminosäuren aufgebaut und werden daher auch als Grundbausteine unseres Körpers bezeichnet. Neben dem Proteinaufbau sind sie für die Synthese von Neurotransmittern, Transportproteinen, Antikörpern und Hormonen essenziell.

 

Ein Mangel an Aminosäuren kann somit sehr weitreichende Konsequenzen und Erscheinungsbilder mit sich bringen. Mögliche Symptome sind unter anderem eine erhöhte Infektanfälligkeit, Stimmungsschwankungen, Defizite beim Muskelaufbau und Leistungsabfall. Somit sind Aminosäuren mittlerweile ein fester Bestandteil der Orthomolekularen Medizin.

 

Neurotransmitter  – Kommunikation unserer Zellen

Unser Gehirn besteht aus einem ganzen Netzwerk von Nervenzellen, welche zu jeder Zeit miteinander kommunizieren. Dies geschieht durch die Freisetzung von chemischen Botenstoffen, den sogenannten Neurotransmittern.  Von der sendenden Nervenzelle wandern diese Neurotransmitter für den Informationsaustausch über den sogenannten synaptischen Spalt zu einer empfangenden Nervenzelle. Auch unser vegetatives Nervensystem folgt diesem Schema.

Die Infusionstherapie kann bei einer Vielzahl von Beschwerden angewandt werden und hat einen sowohl präventiven als auch gezielt unterstützenden Ansatz bei chronischen und akuten Krankheitsbildern. Sie ist eine hilfreiche Ergänzung des schulmedizinischen Behandlungskonzepts.

 

Dazu gehören beispielsweise:

– Stärkung des Immunsystems

– Erhöhter Nährstoffbedarf (z.B. durch Schwangerschaft, bei Rauchern, Stressbelastung)

– Erkrankungen des Verdauungssystems (Leaky Gut Syndrom, chronische Darmerkrankungen)

– allgemeines Nährstoffdefizit (Mangelernährung)

– Herzkreislauferkrankungen

– Infektionen (z.B. grippale Infekte)

– Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stress

– Stoffwechselerkrankungen

– Hauterkrankungen

 

Vor der Behandlung wird in einem ausführlichen Gespräch die derzeitigen Behandlungsindikationen aufgezeigt anhand deren sich das individuell passende Infusionskonzept auswählen lässt.

Es gibt keine allgemein einzusetzende “Standardinfusion”. Je nach individueller Notwendigkeit werden in den Infusionenkonzepten verschiedene Substanzen kombiniert und 1–2-mal pro Woche über einen bestimmten Zeitraum verabreicht. Selbstverständlich besteht immer die Möglichkeit diese patienten-individuell in der Praxis abzuwandeln.

 

Erschöpfung oder Abwehrschwäche

Ein bewährtes Infusionskonzept bei Erschöpfung oder Abwehrschwäche ist der Myers Cocktail.

Diese Wirkstoffkombination , entwickelt von John Myers, M.D., Mediziner der John Hopkins University, Baltmore, USA, enthält die Vitamine C, B1, B5, B6,B12,Folsäure, sowie Magnesium, Kalium, Natrium, Zink, Kupfer und Mangan und wird eingesetzt bei Chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS), Fibromyalgie sowie chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis Ulcerosa), Asthma Bronchiale, Rheumatische Erkrankungen, wiederkehrende Infekte.

 

Herpes Infektionen

Der Aminosäure L-Lysin wird schon seit langem eine antivirale Wirkung zugesprochen. Man geht aber davon aus, dass Lysin eine andere Aminosäure (Arginin) verdrängt – die Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt verringert – welche die Herpes-Viren zum zur Vermehrung benötigen. So kann L-Lysin Herpes und seine Symptome lindern.

In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass durch die Supplementierung von L-Lysin die Vervielfältigung des Herpes Simplex Virus-1 sinkt, außerdem können Häufigkeit und Schwere der Herpes-Infektion im Vergleich zu Placebos verringert werden.

Durch Einnahme dieser Aminosäure über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten konnten die Herpesepisoden signifikant reduziert und der Verheilungsprozess somit verkürzt werden. Auch in der Prophylaxe erweist sich L-Lysin als sinnvoll.

 

Rheumatoide Erkrankungen

Die Aminosäuren L-Prolin, L-Lysin und Glycin helfen die Knorpel, Sehnen und Faszien durch die Anregung zur Kollagenproduktion zu regenerieren, aber auch bei Wundheilungsstörungen und anderen Bindegewebsschwächen lassen sich die drei Aminosäuren sehr gut anwenden.

 

Leistungssport – Regenerations- oder Trainingsphase

Die Wirkstoffe dieses Infusionskonzeptes (u.a. L-Arginin, Taurin, Glycin, L-Carnosin, Magnesium, Vitamin B12, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B6) dienen im Mitochondrien-Stoffwechsel vor allem als Cofaktoren und tragen damit zu einer Anregung der Energiegewinnung in der Muskelzelle bei. Taurin, L-Carnitin und L-Carnosin nehmen eine antioxidative Funktion ein und schützen somit die Zellenstruktur. L-Arginin unterstützt durch die Entstehung von Stickstoffmonoxid die Durchblutung des Muskels.

Die Mischung kann somit optimal in der Regenerations- oder Trainingsphase eingesetzt werden.

 

Aufbau-Infusion – Mitochondrien die Kraftwerke der Zellen

Die Aufbauinfusion unterstützt den Zellstoffwechsel, da sie sämtliche für die Funktion der kleinen, zellinternen Energiekraftwerke nötigen Vitamine & Mineralstoffe in hoher Dosierung enthält. Bei chronischer Müdigkeit, Stress, Burn-Out und anderen Energiemangelzuständen.

 

Detox- und Aufbaukur – Entgiften und Entlasten

Jeder Mensch ist heute zahlreichen Noxen (Giften) ausgesetzt, die er durch den Magen-Darm-Trakt, die Atemluft oder über die Haut aufnimmt. Um unsere Entgiftungsorgane in ihrer Arbeit zu unterstützen, empfiehlt es sich zweimal jährlich (am besten im Frühjahr und Herbst) oder vor einer geplanten Schwermetallentgiftung, eine Entgiftungs- und Aufbaukur durchzuführen, die

– die Leber entgiftet und Toxine über Galle und Darm ausscheidet

– die Niere unterstützt und somit Giftstoffe schneller zur Ausscheidung bringt

– das Herz stärkt und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigert

– mit Vitamin B12 als nervenstärkende und aufmunternde Substanz die Blutbildung fördert

– das Immunsystem kräftigt.

Die Entgiftungs- und Aufbaukur ist eine universelle Kombination zur Ausleitung, zum Aufbau sowie zur Stabilisierung der Herz-Kreislauf-Funktion.

 

Leber-Infusion

Je stärker die Leber beansprucht ist (z.B. bei Einnahme von Medikamenten oder Alkohol, bei Darmerkrankungen), desto mehr Unterstützung benötigt sie um ihre Aufgabe als größtes Entgiftungsorgan zu übernehmen. Die Aminosäuren L-Arginin, L-Ornithin & Citrullin fördern die Regeneration von Leberzellen und sind in der Lage, Giftstoffe zu binden. Taurin sorgt für eine verbesserte Verarbeitung von Gallensäuren und reduziert somit das Risiko für Gallensteinbildung. Vitamin B 12 & Folsäure unterstützen die Zellneubildung. Bitterstoffe in homöopathischer Aufbereitung ergänzen diese Infusion.

 

Basen-Infusion

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist das Gerüst unserer Gesundheit. Die heute Ernährung mit zu viel Fleisch, Zucker, Milch- und Weißmehlprodukten führt zu einem Mangel an basenbildenden Mineralstoffen, die zur Neutralisierung angefallener Säuren benötigt werden. Dadurch entstehen Schlacke, die der Körper ins Zwischenzellgewebe, Muskeln & Gelenke einlagert. Anzeichen eines gestörten Säure-Basen-Gleichgewichts sind z.B. Unwohlsein, Müdigkeit, Antriebsschwäche, Haarausfall, Orangenhaut, Sodbrennen, Kopfschmerzen oder Nieren-, Gallen-, Blasensteine sowie immer wiederkehrende Pilz-Infektionen.

Basen-Infusionen haben sich zur Behandlung einer Bluts- und Gewebeübersäuerung bestens bewährt. Zusätzlich wird der Mineralstoffhaushalt durch die Zugabe von Magnesium unterstützt.

 

Anti-Aging – Regeneration und Zellschutz

Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Organismus und es verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Mit der Anti-Aging Infusion werden dem Körper wichtige Vitalstoffe, wie Spurenelemente, Antioxidantien, Aminosäuren, Glutathion, Vitamine, Mineralstoffe zugeführt, die er mit der Zeit immer weniger selbst produzieren kann. Dieses Konzept kann wesentlich zu einem frischeren Aussehen beitragen und verbessert mit Arginin und Acetylcystein sowie hochkonzentrierten Vitamin C und B-Vitaminen den Teint. Es eignet sich auch besonders gut als Ergänzung zu einer Faltenbehandlung.

Die Infusionstherapie wirkt auch unterstützend in Kombination mit anderen Behandlungsmöglichkeiten wie die Homöopatisierte Eigenserum HES (PRP)-Therapie, die Mesotherapie Anti-Aging, das Medizinische Micro-Needling.

 

Skin Regeneration – Stärkung für Haut und Haar

Die Skin Regeneration Infusion kann der Haut auch in jungen Jahren mehr Strahlkraft verleihen und sprödes Haar wieder glänzend und gesund erscheinen lassen. L-Prolin, L-Lysin und Vitamin C als Bausteine der Kollagensynthese sorgen für ein gesundes Hautbild und Gewebe. L-Carnosin verhindert die Quervernetzung von Proteinen und wirkt somit der Hautalterung frühzeitig entgegen. Biotin, Zink, Folsäure und L-Methionin liefern Schwefelgruppen für eine gefestigte Haarstruktur.

Der Effekt zeigt sich in der Regel nach 3 bis 5 Treatments und ist die ideale Ergänzung bei ästhetischen Haut- und Haarbehandlungen auch für jüngere Patienten.

Die Infusionstherapie wirkt auch unterstützend in Kombination mit anderen Behandlungsmöglichkeiten wie die Homöopatisierte Eigenserum HES (PRP)-Therapie, die Mesotherapie Anti-Aging, das Medizinische Micro-Needling.

Eine Infusion ist aber keinesfalls als Ersatz einer ausgewogenen, gesunden Ernährung gleichzusetzen.  Sie füllt zwar die leeren Nährstoffdepots im Organismus wieder vollständig auf, sollte aber lediglich als ergänzende Maßnahme betrachtet werden.

Es handelt sich um eine risikoarme Methode, vorausgesetzt der Behandler verfügt über entsprechendes Wissen, denn bei Überdosierungen einzelner Substanzen kann es zu gesundheitlichen Schäden kommen.

 

In einzelnen Fällen kann es nach der Infusion zu Blutergüssen an der Einstichstelle kommen. In seltensten Fällen kann es zu Infektionen der Einstichstelle, Allergische Reaktionen auf die Infusionslösung oder vorübergehender Übelkeit oder Schwindel kommen.

 

Bei Vorliegen dieser Indikationen ist eine Behandlung mit der Infusionstherapie nicht möglich:

• Beeinträchtigungen der Blutgerinnung

• Stoffwechselerkrankungen

• Vorliegen starker Ödeme

• Hautauffälligkeiten an der Einstichstelle

• Nierenerkrankungen

• Herzerkrankungen

• Kollaps-Neigung