Unterspritzung mit Hyaluronsäure ÄSTHETISCHE MEDIZIN UNTERSPRITZUNG
HYALURONFILLER
Anti-Aging

Faltenbehandlung und Volumengabe durch Unterspritzung mit Hyaluron

Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist ein Zuckermolekül und ein natürlicher Bestandteil der Haut, welcher für die Spannkraft und deren Feuchtigkeitsspeicherung verantwortlich ist. In unserem Körper wird die körpereigene Hyaluronsäure regelmäßig und ausreichend produziert und innerhalb von ca. 4 Tagen wieder abgebaut. 

 

Doch ab dem 30. Lebensjahr sinkt die körpereigene Produktion von Hyaluronsäure jedoch und hat zur Folge, dass das Wasserbindungsvermögen und die Elastizität der Haut abnehmen und sich zunehmend Falten bilden.

Leider wird oft erst mit der Behandlung zur Hautbildverbesserung oder der Faltenbehandlung begonnen, wenn bereits Hautschädigungen entstanden und Falten deutlich sichtbar sind.

 

Welche Arten von Hyaluronsäure gibt es?

Hyaluronsäure ist als weiches, geschmeidiges Gel und als vernetzte und unvernetzte Hyaluronsäure für verschiedene Behandlungsbedürfnisse erhältlich.

Die vernetzte Hyaluronsäure, hat einen langanhaltenden Effekt und ist besonders stabil. Sie eignen sich gut zur Behandlung von mitteltiefen bis tiefen Falten und zur Volumengabe.

 

Die unvernetzte Hyaluronsäure wird zur Flächenbehandlung, wie zum Beispiel von Wangen, Dekolleté, Augenregion und Handrücken – sowie Knitterfalten verwendet, also eher zur Hautverjüngung. Sie wird oberflächlich in die Haut injiziert und verteilt sich durch ihre nicht vernetzte Molekularstruktur gleichmäßig im Gewebe, hat allerdings eine nicht so lange Wirkungsdauer.

Manche Hyaluronsäure-Filler beinhalten ein lokales Betäubungsmittel, wodurch Schmerzen während und nach der Injektion deutlich vermindert werden.

AUF EINEN BLICK

Anwendungsbereiche:

Faltenminimierung, Volumengabe, Narbenbehandlung

Behandlungsareale:

Oberflächliche und feine Falten, Nasolabialfalten, Marionettenfalten, Lippen, Anhebung der Mundwinkel, Wangenaufbau, Kinnkonturierung, Tränenrinne, Hände, Dekolleté

Behandlungsart:

minimal-invasiv

Behandlungsdauer:

15 – 45 Minuten

Benötigte Sitzungen:

2-4 Sitzungen alle 4-6 Wochen

Ergebnis sichtbar:

sofort sichtbare Ergebnisse direkt nach der Behandlung

Nachbehandlung:

ggf. Kühlung, keinen Ausdauersport und Sauna 2 Tage

Gesellschaftsfähig:

schnell, manchmal Schwellungen oder blaue Flecken für einige Tage

Langzeitwirkung:

ca. 6 – 24 Monate – je nach Behandlungsareal und Fillersubstanzen

Kosten pro Sitzung:

ab 250€ – je nach Behandlungsareal, Menge und Fillersubstanzen

ERGÄNZENDE BEHANDLUNGEN

Die Hyaluronsäure wird zum einen zur Behandlung von statischen Falten, also nicht durch die Aktivität der Gesichtsmuskeln hervorgerufen Falten verwendet, zum anderen zur sogenannten Volumenbehandlung, wie es bei Wangen oder Lippen induziert ist.

Mit den verschiedenen Fillersubstanzen und den verschiedenen Anwendungsindikationen können u.a. folgende Bereiche behandelt werden:

• Oberflächliche und feine Falten

• Mitteltiefe bis starke Falten, z. B. Marionettenfalten Nasolabialfalten oder die ,

• Volumengabe im Wangenbereich

• Auffüllen der Tränenrinne

• Kiefermodellierung z.B. Kinn, Unterkieferkontur

• Lippen z.B. Lippenkonturen, Volumengabe, Anhebung der Mundwinkel

Im Vorfeld der Behandlung wird in einem Beratungs- und Analysegespräch die Wunschvorstellung des Patienten eruiert und ein Behandlungskonzept mit den dazugehörigen Fillersubstanzen und Budgetvorstellungen besprochen.

 

Nach Reinigung, Markierung und Desinfektion des zu behandelnden Areals, wird eine Betäubungscreme aufgetragen. Nach kurzer Einwirkzeit erfolgt eine oberflächliche Injektion bei feinen Falten, bei ausgeprägten Falten hingegen wird die Hyaluronsäure in die tieferen Gewebsstrukturen injiziert. Anschließend kann, wenn nötig die Behandlungsregion gekühlt werden.

Im Anschluss an die Behandlung kann durch Kühlen eine schnelle Reduktion der meist minimalen Schwellung und Rötung erreicht werden. Je nach Behandlungsareal sind diese unterschiedlich ausgeprägt. Im Normalfall, kann sofort nach der Behandlung den gewohnten Alltagsbeschäftigung oder Arbeit nachgehen werden.

Der Behandlungseffekt von Hyaluronsäure ist in der Regel sofort sichtbar. Da die Hyaluronsäure als wasserbindendes Zuckermolekül die Fähigkeit besitzt Feuchtigkeit zu speichern, ist ein finales Ergebnis erst nach ca. 14 Tagen ersichtlich. Gerade im Bereich der Tränenrinne ist eher auf eine Unterkorrektur zu achten, da das Ergebnis sich in den kommenden Tagen nach der Behandlung final zeigt.

Je nach Fillersubstanzen (vernetzte oder unvernetzte Hyaluronsäure) und Behandlungsregion hält das Ergebnis zwischen 6 – 24 Monate an, danach wird die platzierte Hyaluronsäure vom Körper vollständig abgebaut.

Blutverdünnende Medikamente sollten (nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt) möglichst einige Tage vor der Behandlung abgesetzt werden, um das Risiko von Blutergüssen zu minimieren. Nach der Behandlung sollte für 2 Wochen auf UV-Strahlung durch Sonne oder Solarium, auf Sauna, Dampfbad oder eisige Temperaturen verzichtet werden. Auch Sport, schweres körperliche Arbeiten und Kopfüber-Bewegungen sollten am ersten Tag nach der Behandlung vermeiden werden.

 

Es sollte für ca. 2 Wochen viel Wasser nach der Behandlung getrunken werden, um das Ergebnis zu unterstützen, denn Wasser bindet die Hyaluronsäure. Die behandelten Stellen können mit speziellen Kühl-Pads mehrmals am Tag für ca. 10 Minuten gekühlt werden Die Kühlpads dürfen allerdings nicht zu kalt sein – nicht aus dem Gefrierfach.

 

Am Tag der Behandlung sollte kein Alkohol getrunken und für mind. 2 Stunden nach der Behandlung auf Nikotin und Rauchen verzichtet werden.

Nach der Behandlung können vorübergehend leichte Rötung, Brennen oder Schwellung und ein Druckgefühl auftreten. Ebenso können sich kleine Blutergüsse an der Einstichstelle bilden. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel nur vorübergehend und bilden sich je nach Areal schnell zurück.

Seltene bis sehr seltene Nebenwirkungen sind allergische und entzündliche Reaktionen, Abszesse, Blasen- und Knötchenbildung, Infektionen, Verhärtungen, Pigmentierungsstörungen und eine Dislokation des Füllmaterials.

 

Auf eine Behandlung mit Hyaluronsäure sollte verzichtet werden bei:

• Allergie auf Inhaltsstoffe

• Akute oder chronische Hauterkrankungen im zu behandelnden Areal (z. B. Herpes)

• Autoimmunerkrankungen

• Einnahme von Immunsuppressiver

• Einnahme von Blutverdünnern

• Gerinnungsstörungen,

• Zeitnahe Laserbehandlung, Medizinisches Micro-Needling oder chemische Peelings

• Schwangerschaft oder Stillzeit,

• Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.