KRISTINA ENNING | Besenreiser - Couperose ÄSTHETISCHE MEDIZIN STÖRENDE
GEFÄSSE
Laserbehandlung

Was sind Couperose und Besenreiser?

Sowohl in der Ausprägung als auch vom Ursprung her sind Couperose und Besenreiser zu unterscheiden.

Bei Couperose handelt es sich um kleine, direkt unter der Hautoberfläche liegende Äderchen, die die Eigenschaft verloren haben, sich wieder zusammenzuziehen. So schimmern sie gut sichtbar durch die Haut, als einzelne Äderchen oder einfach nur als Rötung. Couperose entsteht meistens oberhalb der Körpermitte (Gesichtsbereiche, Dekolleté) und wird meistens durch arterielles Blut versorgt.

 

Besenreiser haben meistens klare lineare Verlaufsformen ohne große Verzweigungen. Sie entstehen unterhalb der Körpermitte, verstärkt an den Beinen. Gespeist werden Besenreiser durch venöses Blut. Besenreiser können auch ein Hinweis auf eine venöse Abflussstörung der tiefen Beinvenen sein. In diesem Fall reicht eine rein ästhetische Behandlung nicht aus und die venöse Störung muss zuerst behoben werden, damit eine nachfolgende Behandlung greifen kann.

 

Hauptursachen dieser oberflächlichen Rötungen sind genetische Prädispositionen, allgemeine Bindegewebsschwäche, Schwangerschaft, Hormone, zunehmendes Alter, Alkohol- und Nikotinkonsum, starke Temperaturschwankungen und übermäßige Sonnenexposition.

AUF EINEN BLICK

Anwendungsbereiche:

rote Äderchen, Couperose, Besenreisser bei heller Haut, leichte Form der Rosazea

Behandlungsart:

nicht invasiv

Behandlungsdauer:

zwischen 15-30 Minuten – je nach Größe des Behandlungsareals

Benötigte Sitzungen:

1-3 Sitzungen in Abständen von 2-4 Wochen

Nachbehandlung:

Lichtschutz, keine Sauna und Solarium

Gesellschaftsfähig:

sofort, ggf. nach 1-2 Tagen

Langzeitwirkung:

Je nach Genetik und Lebenswandel 12-36 Monate. Bei Rosazea im Anfangsstadium sehr gute Ergebnisse 8-12 Monate

Kosten pro Sitzung:

ab 40€ – je nach Behandlungsareal und Wirkstoffen

ERGÄNZENDE BEHANDLUNGEN

Die Ursachen dieser Erkrankung sind bis heute nicht eindeutig geklärt, sie verläuft chronisch und in Schüben. Sie beginnt zunächst mit fleckigen Rötungen im Gesicht, besonders im Bereich des sog. Schmetterlingsareals, welches sich von der Nase aus seitlich auf die Wangen sowie nach oben und unten auf Kinn und Stirn ausdehnt.

 

Begleitet wird die Rötung zumeist von einer feinen Schuppung und sog. Teleangiektasien – kleine, dauerhaft erweiterte oberflächliche Blutgefäße. Später folgen dann Schübe mit Papeln (Knötchen), Pusteln und Schwellungen durch Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme).

Wenn der Facharzt eine leichte Form der Rosazea feststellt, kann eine ästhetische Behandlung mit der Hyperpulse-Technologie durchgeführt werden und Linderung verschaffen.

Mit einem speziellen Filter und einer somit genau definierten Eindringtiefe wird ein Lichtimpuls von wenigen Millisekunden auf die Hautoberfläche im Behandlungsareal abgegeben. Der Lichtimpuls wird vom Blutfarbstoff (Hämoglobin) des Gefäßes absorbiert und in Wärme umgewandelt. Die Wellenlänge des Lichts wird so gewählt, dass nahezu nur die roten Strukturen der erweiterten Äderchen die Energie aufnehmen. Obere Hautschichten und umgebendes Gewebe werden dabei geschont. Es kommt zu einer starken Erwärmung des Gefäßes und zur Gerinnung des Blutes, wodurch kein Blutfluss mehr durch dieses Gefäß möglich ist. Der Vorteil bei der Behandlung mit der Hyperpuls-Technologie ist, dass die Äderchen gezielt verödet werden und gleichzeitig das Bindegewebe gefestigt wird!

Das Ergebnis ist zum Teil sofort oder etwas zeitverzögert mit Abbau der verödeten Gefäßstruktur sichtbar.

 

Erfahrungsgemäß sind 1- 3 Behandlungen im Abstand von 2-4 Wochen. Auch eine Behandlung in Form einer Profilaxe, um die Ausprägungen der oberflächlichen Rötungen direkt einzudämmen bevor sie eine ausgeprägte Form annehmen ist empfehlenswert.

Das Behandlungsareal wird nach der Behandlung so lange gekühlt, bis kein Wärmegefühl in der Behandlungszone mehr zu spüren ist. Nach der Behandlung kann die Haut gerötet oder leicht geschwollen sein. In der Regel beruhigt sich die Haut innerhalb 48h.

Bei Bedarf kann auch zu Hause vorsichtig weitergekühlt werden und ein feuchtigkeitsspendendes Produkte aufgetragen werden, z. B. Aloe Vera.

 

24 Stunden nach der Behandlung sollten keine Fett-, fruchtsäure- oder ölhaltigen Produkte verwenden und zudem intensive Sonnenbäder, Sauna, Dampfbad, eisige Temperaturen sowie Peeling oder Fruchtsäurebehandlungen mindestens 4 -8 Wochen nach der Behandlung vermieden werden.

Eine Behandlung mit der Hyperpuls-Technologie darf nicht durchgeführt werden bei:

• akute oder chronische Hauterkrankungen in dem zu behandelnden Areal (z. B. Herpes, Akne)

• Autoimmunerkrankungen und Immunsuppression

• Gerinnungsstörungen

• Zeitnahe Dermabrasion, Laserbehandlung oder chemische Peelings

• Schwangerschaft oder Stillzeit

 

Es können keine flächigen Hämangiome, ausgeprägten Besenreiser an den Beinen oder Bereiche auf gebräunter Haut behandelt werden.

Die Behandlungstherapie bei einer leichten Form der Rosazea kann die Symptome lindern, es handelt sich hierbei ausdrücklich um eine ästhetische Behandlung und keine Heilbehandlung.

 

Bitte kontaktieren Sie Ihren behandelnden Arzt vor der Behandlung, wenn Sie hinsichtlich Ihrer Haut oder Ihrer Haare unsicher sind, insbesondere in Fällen von Diabetes, Schuppenflechten, Neurodermitis, offene Hautstellen, Ekzeme, Hautentzündungen, dunkle Muttermale, Tätowierungen, Hauttumore, Krebs oder wenn Sie medikamentös behandelt werden (z.B. Cortison, Aspirin), insbesondere wenn Sie Tabletten zur Malariaprophylaxe oder andere Präparate, welche die Lichtempfindlichkeit der Haut heraufsetzen (z.B. Antibiotika, Johanneskraut), einnehmen.